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Deep Sky

Das Ruhrgebiet ist nicht gerade der optimale Ort, um ferne Galaxien und Gasnebel zu fotografieren. Außerdem ist mein 200/1200-mm-Newtonreflektor eigentlich mehr ein langbrennweitiges Mond- und Planetenteleskop. Aber bei dem stets aufgehellten Himmel in unserer Region ist eine lichtstarke Optik auch nicht so wichtig, so dass der Newton in Kombination mit der Farbkamera ASI120MC-S oder der Grauwertkamera Lumenera LU075M im Primärfokus doch ein geeignetes Instrument darstellen kann, um zumindest kleine, hellere Deep-Sky-Objekte aufzunehmen. Die Bildauflösung beträgt bei diesen beiden Kameras dann immerhin 1.3 Bogensekunden pro Pixel, wobei bei der ASI120MC-S stets das Zweifach-Binning eingeschaltet wird, da dies die Empfindlichkeit der Kamera erhöht. In mit ungekühlten Kameras aufgenommenen Bildern ist allerdings häufig ein starker Fixed-Pattern-Noise zu erkennen, und auch die Empfindlichkeit der Sensoren insgesamt lässt zu wünschen übrig. Daher verwende ich für Deep-Sky-Aufnahmen mittlerweile eine gekühlte Farbkamera des Typs QHY294C. Bei 1200 mm Brennweite im Primärfokus liegt deren Auflösung bei etwa 0.8 Bogensekunden pro Pixel.

Üblicherweise wähle ich eine Belichtungszeit von ca. 10-20 Sekunden und setze den Gain auf einen hohen Wert, meist auf das Maximum. Bei dieser Belichtungszeit wird der Himmelshintergrund noch nicht zu hell, und die Nachführung ist auch bei nicht ganz exakt ausgerichteter Montierung präzise genug. In dieser Konfiguration nehme ich dann eine Anzahl von einigen hundert Einzelbildern auf. Diese werden mit der Software Autostakkert überlagert, wodurch sich das Signal-zu-Rausch-Verhältnis gegenüber den Einzelbildern stark erhöht. Auf die resultierenden 16-Bit-Bilder wird in Matlab bzw. Octave ein logarithmisches Tonemapping angewandt, um so den in der Regel sehr großen Dynamikbereich zu komprimieren. Alternativ kann für das Tonemapping auch die FITS-Viewer-Software der ASI120MC-S oder die Histogrammanpassung der Software Giotto vorteilhaft sein. Abschließend folgen, falls notwendig, eine leichte Schärfung des Bildes, eine lineare Kontrastanpassung und eine Gammakorrektur.
 

Zentraler Teil des Nordamerikanebels NGC7000 (Cyg) am 22./23.06.2022, f = 1200 mm, QHY294C, mit Hα-Filter, RGB-Bild und Rotkanal, skaliert auf 35% der Originalauflösung (große Bilder skaliert auf 50% der Originalauflösung).
 

Planetarischer Nebel NGC6210 (Her) mit UHC-Filter und IR-Block-Filter (großes Bild), HII-Emissionsnebel IC5070 (Cyg) mit Hα-Filter (Farbbild und Rotkanal skaliert auf 35% der Originalauflösung, große Bilder skaliert auf 50% der Originalauflösung), am 20./21.06.2022, f = 1200 mm, QHY294C. Der Emissionsnebel IC5070 ist ein Teil des Pelikannebels.
 

Planetarischer Nebel NGC6058 (Her) (großes Bild) am 18./19.06.2022, f = 1200 mm, QHY294C, mit UHC-Filter und IR-Block-Filter.
 

Planetarischer Nebel NGC6905 (Del) (große Bilder) am 06./07.06.2022, f = 1200 mm, QHY294C, mit UHC-Filter und IR-Block-Filter.
 

Galaxien M108 (UMa) und M102 (Dra) (große Bilder) am 02./03.06.2022, f = 1200 mm, QHY294C, kein Filter. Die Bilder von M108 wurden auf 70% der Originalauflösung verkleinert.
 

Galaxien M81 (UMa) und M82 (UMa), Hantelnebel M27 (Vul) (großes Bild) am 01./02.06.2022, f = 1200 mm, QHY294C, mit UHC-Filter und IR-Block-Filter. Das Bild von M81 wurde auf 50% und die Bilder von M82 und M27 auf 70% der Originalauflösung verkleinert. Das UHC-Filter hebt in den Galaxien die Hα-Emission stark hervor.
 

Planetarische Nebel: Eulennebel M97 (UMa) (großes Bild), NGC6826 (Cyg) (großes Bild) und NGC7008 (Cyg) (großes Bild) am 27./28.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C, mit UHC-Filter und IR-Block-Filter. Die Bilder von M97 und das zweite Bild von NGC7008 wurden auf 70% der Originalauflösung verkleinert.
 

Ringnebel M57 (Lyr) am 24./25.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C, mit UHC-Filter und IR-Block-Filter (großes Bild). Das rechte, kontrastverstärkte und auf 50% der Originalauflösung verkleinerte Bild zeigt oben links die Galaxie IC1296.
 

Eulennebel M97 (UMa) am 21./22.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C, bei durchziehenden dünnen Wolken. Im zweiten Bild wurden die stark verrauschten Daten des Blaukanals des ersten Bildes durch die Daten des Grünkanals ersetzt, da sowohl Grün- als auch Blaukanal überwiegend die Intensität der OIII-Emissionslinien wiedergeben. Das dritte Bild zeigt den Rotkanal, der im wesentlichen der Intensität der Hα-Emission entspricht, und das vierte Bild den Grünkanal. Man erkennt, dass die Hα-Emission ein etwas größeres Gebiet umfasst als die OIII-Emission, was in den Farbbildern zu den rötlichen Randbereichen des planetarischen Nebels führt. Für die Aufnahme wurde kein Filter verwendet. Die Bilder wurden auf 50% der Originalauflösung verkleinert.
 

Whirlpool-Galaxie M51 (CVn) am 15./16.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C. Das Bild wurde auf 70% der Originalauflösung verkleinert.
 

Galaxien M63 (CVn) und M94 (CVn) am 14./15.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C. Die Bilder wurden auf 70% der Originalauflösung verkleinert.
 

Galaxien M109 (UMa) und M106 (CVn) am 13./14.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C. Die Bilder wurden auf 70% der Originalauflösung verkleinert.
 

Whirlpool-Galaxie M51 (CVn) am 12./13.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C. Für diese Aufnahme habe ich zum ersten Mal Autoguiding verwendet (mit einem 70/350-mm-Refraktor als Leitfernrohr und der ASI120MC-S als Nachführkamera).
 

Galaxien M66, M65 und NGC3628 (Leo-I-Triplett) und M101 (UMa) am 08./09.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C. Die Bilder wurden auf 70% (Leo-I-Triplett) bzw. 50% (M101) der Originalauflösung verkleinert.
 

Kugelsternhaufen M92 (Her) am 06./07.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C, bei leichter Zirrusbewölkung. Das Bild wurde auf 70% der Originalauflösung verkleinert.
 

Galaxien M81 (UMa), M82 (UMa) und M87 (Vir), Ringnebel M57 (Lyr) und Hantelnebel M27 (Vul) am 03./04.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C. Die Bilder von M81, M82 und M57 wurden auf 70% und das Bild von M27 auf 50% der Originalauflösung verkleinert. Bei M87 ist deutlich der Gasjet zu erkennen.

Übersichtsaufnahmen der Galaxien M81/M82 (UMa) (großes Bild) und M87 (Vir) (großes Bild) und des Kugelsternhaufens M13 (Her) (großes Bild) am 03./04.05.2022, f = 1200 mm, QHY294C. Die großen Bilder von M81/M82 und M13 wurden auf 70% der Originalauflösung skaliert. In der Nähe von M87 sind noch weitere, kleinere Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens zu erkennen.
 

Galaxien M65 (Leo) und M66 (Leo) am 27./28.04.2022, f = 1200 mm, Lumenera LU075M.
 

Galaxien M94 (CVn) und M106 (CVn) am 20./21.04.2022, f = 1200 mm, Lumenera LU075M.
 

Galaxien M63 (CVn), M82 (UMa) und M66 (Leo) am 19./20.04.2022, f = 1200 mm, Lumenera LU075M.
 

Eulennebel M97 (UMa), f = 1200 mm, Lumenera LU075M und ASI120MC-S, Kugelsternhaufen M92 (Her) am 18./19.04.2022, f = 1200 mm, Lumenera LU075M.
 

Kugelsternhaufen M13 (Her), Ringnebel M57 (Lyr) und Hantelnebel M27 (Vul) am 16./17.04.2022 (bei Vollmond ...), f = 1200 mm, ASI120MC-S. Bei M57 und M27 wurde die Farbsättigung nachträglich verstärkt.
 

Sombrero-Galaxie M104 (Vir), Whirlpool-Galaxie M51 (CVn) und Ringnebel M57 (Lyr) am 10./11.04.2022, f = 1200 mm, ASI120MC-S. Bei M57 wurde die Farbsättigung nachträglich verstärkt.
 

Kugelsternhaufen M53 (Com), Galaxien M64 (Com) und M85 (Com) am 09./10.03.2022, f = 1200 mm, ASI120MC-S. Bei M53 wurde der Grünkanal des Farbbildes verwendet.
 

Kugelsternhaufen M3 (CVn) am 08.03.2022, f = 1200 mm, ASI120MC-S.
 

Orionnebel M42 (Ori) am 07.03.2022, f = 1200 mm, ASI120MC-S. Die Farbsättigung wurde nachträglich verstärkt.
 

Galaxie M82 (UMa) am 05.03.2022, f = 1200 mm, ASI120MC-S.


Das Milchstraßenzentrum (Sommer 1987)

Diese Aufnahme des Milchstraßenzentrums stammt vom Sommer 1987 und wurde in Süd-Griechenland aufgenommen. Die Brennweite beträgt 40 mm, die Belichtungszeit 20 min. Bild in voller Auflösung (231 KB).



HII-Regionen der Milchstraße (Sommer 1986)

  

Die hier vorgestellten Aufnahmen galaktischer HII-Emissionsgebiete sind schon etwas älter; ich habe sie im Sommer 1986 bei Cavalaire/Südfrankreich aufgenommen. Das verwendete Filmmaterial war Kodak 103a-E in Verbindung mit einem Rot-Kantenfilter R25A von Hama (Durchlasskante bei 600 nm). Die Belichtungszeiten der Aufnahmen betrugen 20 bis 30 Minuten. Einige der Bilder sind bereits im Jahre 1986 auf recht abenteuerliche Weise gescannt worden ...

Cygnus
Hochkontrastkopien
Cygnus/Cepheus
Südliche Milchstraße: M8, M16, M17
Bildverarbeitung mit der Technologie des Jahres 1986


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